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Kategorie: BZV Südbaden
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Das Gespräch beim Arzt

Wertvolle Tipps für das Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt

 

Vorbereitung auf das Gespräch:

 

Oft bleibt für Gespräche zwischen Arzt, Patient und Angehörigen aufgrund von Kosteneinsparungen im Gesundheitswesen nur wenig Zeit. Fragen Sie Ihren Arzt oder Ärztin gezielt, wann ein ausführliches Gespräch möglich sei und vereinbaren Sie so einen geeigneten Termin. Halten Sie vor dem Gespräch stets Zettel und Stift in Reichweite und notieren Sie die Fragen, die Ihnen durch den Kopf gehen. Bringen Sie die Fragen in eine sinnvolle Reihenfolge und nehmen Sie diesen Zettel mit zum vereinbarten Termin. Denken Sie auch an weitere Schreibmaterialien, um sich auch während des Gespräches Notizen machen zu können. Informieren Sie sich möglichst vor dem Termin schon über medizinische Zusammenhänge und Behandlungsmethoden bei Kehlkopfkrebs. Das hilft auch dabei, gezielte Fragen zu formulieren. Nehmen Sie einen Familienangehörigen oder einen Freund / eine Freundin mit in das Gespräch, wenn Sie nicht allein sein wollen. Oft hören vier Ohren mehr als zwei. Ein Nachgespräch mit dieser Person kann für Sie ggf. hilfreich sein.

 

Gesprächsführung:

 

Ärztinnen und Ärzte sprechen häufig in medizinischer Fachsprache, die für den Laien kaum verständlich ist. Fragen Sie deshalb konsequent nach, wenn Sie etwas nicht verstanden haben und lassen Sie sich unbekannte Fremdwörter erklären. Achten Sie darauf, dass Sie im Gespräch ausreichend zu Wort kommen. Beschreiben Sie der Ärztin / Arzt Ihre körperlichen Beschwerden, aber auch Ihren seelischen Zustand (z. B. Ängste, Zweifel, Hoffnungen) und Ihre soziale Situation (z. B. Familie, Beruf, Hobbys). Lassen Sie sich eine Behandlungsmethode möglichst auch bildlich darstellen. Auf Abbildungen kann man Zusammenhänge und Abläufe oft besser erkennen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie die Erklärungen richtig verstanden haben, wiederholen Sie das in eigenen Worten, was Sie nicht verstanden haben und fragen nach, ob alles richtig ist. Scheuen Sie sich nicht, während des Gespräches Notizen zu machen und nachzuschauen, ob alle von Ihnen vorher notierten Fragen angesprochen und beantwortet wurden. Erbitten Sie sich Bedenkzeit, um über eine Behandlungsentscheidung nachzudenken. Sprechen Sie ggf. mit Angehörigen oder Freunden über die unterschiedlichen Methoden und darüber, was Sie bewegt.

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